Geschenk Nr. 15: Heilung

Er sagte: „Wenn du auf Jahwe, deinen Gott, hörst und tust, was ihm gefällt, wenn du seinen Geboten folgst und dich an seine Vorschriften hältst, dann werde ich dir keine von den Krankheiten schicken, die ich den Ägyptern auferlegt habe. Denn ich bin Jahwe, dein Arzt.“

Wusstest du das eines von Gottes Geschenken Heilung für dich ist? Es fasziniert mich, dass wir einen Gott haben, der uns nicht nur sieht und versorgt (Jahwe-Jireh), sondern der auch Jahwe Rapha – der Herr dein Arzt ist. Gott schenkt uns nicht nur Heilung, er ist unser Arzt. Und könnte es einen Besseren geben, als den der uns geschaffen hat?

Das Thema Heilung nimmt sehr viel Raum im Alten- sowie Neuen Testament ein. Während das Volk Israel im 2. Mose 15,26 das Versprechen bekam, so lesen wir zum Beispiel in den Psalmen, dass Gott Wort hielt (bspw. Psalm 30,3). Aber es kommt noch besser. Als Jesaja Jesus, als den leidenden Gottesknecht in Jesaja 53 beschreibt, steht dort: „Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.“ (Vers 4). Diese Prophetie spricht davon, dass Jesus am Kreuz gestorben ist damit wir unter anderem Heilung, an Körper, Geist und Seele empfangen können. Und zu seinen Lebzeiten sehen wir beispielsweise in Lukas 6, 17-19, dass er alle die zu ihm kam heilte. Und auch nicht mit Jesus Tod hörte es auf. Denn als er seine Jünger aussendet gibt er ihnen in Matthäus 10 die Vollmacht über unreine Geister und jede Krankheit zu heilen und formuliert es in Vers 8 noch einmal als einen Auftrag. Und in der Parallelstelle dazu in Lukas 9,6 entdecken wir das sie ihre Mission erfüllt haben. Aber auch in der Apostelgeschichte sehen wir das es nicht mit der Kreuzigung aufhörte. Nach Jesu Himmelfahrt heilten die Jünger weiterhin und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Gott heute noch Jahwe Rapha ist.

Allerdings weiß ich auch, dass es für viele ein schwieriges Thema ist. Vielleicht hast du für jemand Nahestehenden geglaubt und gebetet und es ist nichts passiert. Und das tut mir wirklich leid. Auch ich kenne es wenn es im Leben nicht läuft wie erhofft oder erbeten. Es ist unvorstellbar schmerzhaft und enttäuschend, so etwas zu erleben und durchmachen zu müssen. Und ich kann dir leider keine Antwort auf dein Warum geben. Aber ich bete, dass Gott dir in diesem Schmerz begegnet. Denn der Gott der dich sieht und versorgt, der Gott der der Gleiche gestern, heute und in alle Ewigkeit ist, ist auch der Gott allen Trostes.

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. (2.Korinther 1,3-4)

Und auch wenn in dem Vers 4 ein kleiner Auftrag enthalten ist, sind es Verse deren Wahrheit ich schon in meinem eigenen Leben erleben durfte. Denn ab und zu kommt es absolut anderes und für einen Moment mag unsere Welt auf den Kopf gestellt sein, aber Gott kann es auch wieder wenden. Im Nachhinein habe ich schon einige Male gesehen, dass die Bereiche in denen ich mit Gott gekämpft und gehadert habe, die sind in denen er mir besonders begegnet ist und ich durch diese Erfahrung anderen Mut machen konnte.

In einem Zeugnis habe ich gehört wie derjenige, der zu dem Zeitpunkt noch keine Heilung erfahren hat Folgendes sinngemäß sagte: Mit jedem Tag bin ich meiner Heilung einen Schritt näher und wenn es hier auf Erden nicht dazu kommen sollte, dann weiß ich, dass ich in Ewigkeit geheilt werde. Und diese zuversichtlichen Worte haben mich tief beeindruckt und ich versuche sie tagtäglich danach zu leben. Denn einmal wird der Tag kommen, an dem Gott alles neu machen wird. Es wird dann weder Tod, Trauer, Leid oder Schmerz noch geben (Offenbarung 21, 1-5). Denn dann werden wir ihm endlich gegenüberstehen.

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