Mein erster Über-mich Text
Über meinen Weg
Über meinen Weg
Viele Prozesse, die Gott mit mir durchgangen ist, waren wenig glamourös, dafür aber überaus wertvoll!
Der Kampf um die Worte
Obwohl ich typisch norddeutsch bin, liebe ich Worte in jeglicher Form. Denn Worte haben Macht – sie können inspirieren und dich in neue Welten eintauchen lassen. Aber sie können leider auch Träume zerstören und unser Leben begrenzen.
All diese Dinge habe ich leider oder vielleicht doch zum Glück in meinem eigenen Leben erlebt.
Wie viele andere habe ich einen Großteil meines Lebens mit den Worten, die über mir ausgesprochen wurden, gekämpft und als es danach aussah, dass ich den Kampf verlieren würde, griff Gott ein und veränderte mein Leben radikal.
Ich erahnte langsam, dass ich nicht ohne Grund hier auf der Erde bin, und wünschte mir nichts mehr, als endlich diese Aufgabe zu erfüllen. Aber die Fragen nach dem konkreten „Was“ und der Umsetzung, dem „Wie“, ließen mich nicht los. Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, desto entmutigter wurde ich. Denn ich fühlte mich absolut nicht in der Lage, irgendetwas zum Bau des Reiches Gottes beizutragen. So überlegte ich mir, an eine Bibelschule zu gehen, um mich zurüsten zu lassen. Aber es sollte noch nicht sofort losgehen!
Bei Gott in der Ausbildung
Was ich damals nicht wusste, war, dass mit dieser Entscheidung meine Ausbildung bei Gott losging. Und die ersten Jahre waren wenig glamourös. Denn mit der Entscheidung befand ich mich auf einmal in einem Kampf, der sich auf alle Bereiche meines Lebens auswirkte. Aber jeder Prozess, den Gott in Gang setze, brachte mich meiner Bestimmung einen Schritt näher.
Die Bibelschule
Erst Jahre später öffnete Gott die Türen für die Bibelschule. Und so ging ich für zwei Jahre in das Glaubenszentrum nach Bad Gandersheim. Während ich mir auch diesen Teil wieder viel farbenfroher ausgemalt hatte, empfand ich das erste Schuljahr als wenig aufregend, denn ich hatte das Gefühl, dass Gott mich von vielen Dingen einfach abschottete. Erst mit der Entscheidung für das nächste Schuljahr merkte ich, wie langsam Fahrt aufkam, sodass mein zweites Jahr an der Bibelschule, in dem es um Evangelisation, Jüngerschaft, Leiterschaft und Multiplikation ging, mir teilweise zu turbulent war.
Das Lernen geht weiter
An dieser Stelle würde ich nun am liebsten erzählen, dass dann alles super easy war und ich plötzlich in meiner „Berufung“ lebte. Aber es kam mal wieder anders! Denn anstatt danach Schritt für Schritt mutig in Richtung Berufung zu gehen, wurde ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen so ausgebremst, dass ich keinen Schritt weiter kam. Und so lernte ich zwei unglaublich wichtige Prinzipien: „Nicht aufgeben“ und „geduldig warten“. Wenig glamourös, aber überaus wertvoll! Und genau aus dieser Position des Auf dem Weg–Seins schreibe ich. Denn auch ich bin noch nicht da, wo meine Reise hingeht. Aber ich bin auch nicht mehr da, wo die Reise losging!
Eines weiß ich nämlich genau: Dass ich hier auf der Erde nur ein Stück weit ankommen werde. Aber irgendwann, wenn ich hier meinen Teil zum Bau des Reiches Gottes beigetragen habe, dann werde ich völlig ankommen, nämlich bei meinem Schöpfer, meinem Gott, meinem Retter, meinem Tröster und Versorger – kurz gesagt: bei meinem Ein und Alles!
Damit du nichts verpasst
Neueste Beiträge
Und plötzlich ist alles anders…
Und plötzlich ist alles anders Ich brauche eine Pause Ich bin hin- und hergerissen, denn einerseits wollte ich mich wieder still und heimlich für eine gewisse Zeit hier rausziehen. Allerdings habe ich mit dem Advents-Blogbeitrag begonnen und wollte heute wieder was veröffentlichen, was ich leider nicht schaffen werde. Denn das Leben durchkreuzte meine Pläne und es kam anders als erwartet und ein mir sehr wichtiger Mensch hat seinen letzten Atemzug getan. Deswegen werde ich mir eine Zeit nehmen um die vergangene Zeit, die turbulent war, zu verarbeiten. Und egal ob dein Leben gerade läuft, wie du es dir es erträumt hast oder auch deine Pläne durchkreuzt wurden, vergiss nicht den wahren Grund für Weihnachten: “»Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«.„Matthäus 1:23 SCH2000 Ich wünsche dir eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins kommende Jahr. Sei gesegnet.Deine Anja
Wie bin ich denn hier gelandet?
Wie bin ich denn hier gelandet? Gedanken zum 1. Advent – Ausrichten So, los geht’s – lasst uns im Advent ankommen. Der heutige Sonntag steht unter dem Wort Ausrichten. Denn bevor wir irgendwo ankommen können müssen wir erst einmal das Ziel festlegen, denn sonst passiert uns das, was ich die vergangenen Wochen getan habe – vieles aber mit wenig Erfolg. Die Idee, diesen Text zu schreiben, war zwar schon vor ungefähr 10 Tagen da. Aber nun haben wir ein paar Tage vor dem ersten Advent und mein Kalender für die Woche ist schon ganz schön gefüllt. Und ich merke, dass so ein diffuses Gefühl welches zwischen Entmutigung „Ach, das lohnt jetzt doch nicht mehr“ und Motivation „Okay, Totensonntag ist vorüber und jetzt kann Weihnachten kommen“ abspielt. Wie geht es dir mit der Idee im Advent anzukommen? Da du diesen Text erst am ersten Advent zu lesen bekommst, könnte es sein, dass das Gefühl von Entmutigung völlig überwiegt. Vielleicht denkst du: Ach, nun ist Advent – bringt doch eh nichts mehr. Oder: Ich bin froh, wenn ich es schaffe, dass bis Heiligabend, irgendwie die nötigsten Dinge erledigt sind. Eines meiner größten Probleme ist, dass ich häufig eine bestimmte Vorstellung oder Wünsche habe, wie etwas zu laufen hat. Aber da ich nun mal ein Mensch bin, geschehen ungeplante Dinge und das Alltagschaos ist so manches Mal perfekt. Wenn es um Weihnachten geht, dann würde ich so gerne mal eine ähnliche Erfahrung wie die Hirten in Lukas 2 machen. „Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht. Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr. Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen!“Lukas 2:8-14 SCH2000 Die Hirten gingen ihrer alltäglichen Arbeit nach und plötzlich ist dort ein Engel des Herrn und die sichtbare Herrlichkeit des Herrn. Wow, was für ein Auftakt. Die Hirten reagieren, bei dem steilen Auftakt natürlich mit Furcht, aber der Engel spricht ihnen Mut zu und verkündigt ihnen die freudige Nachricht – der Retter ist geboren, welcher Christus, der Herr ist. Weil die Situation außerordentlich ist, verrät ihnen der Engel auch noch das Zeichen zur Bestätigung, bevor der himmlische Engelschor den Lobpreis anstimmt. Und während ich das lese, denke ich – wenn mir so etwas passieren würde, dann würde ich genau wie die Hirten reagieren: „Und es geschah, als die Engel von ihnen weg in den Himmel zurückgekehrt waren, da sprachen die Hirten zueinander: Lasst uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns verkündet hat! Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend.“ Lukas 2:15-16 SCH2000 Dann würde es mir leicht fallen Raum zu schaffen in meinem Alltag und bei Jesus im Advent ankommen. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass so ein Geschehen auch heute noch möglich wäre, sieht die Realität eher anders aus. Denn wir alle wissen, dass es manchmal anders kommt als erwartet. Und man vielleicht Umwege gehen muss, um dort anzukommen, wo man hin wollte. Aber ist dir bewusst, dass auch wir dort in bester Gesellschaft sind? Denn im Matthäusevangelium begegnen wir anderen Personen und ihr Weg nach Bethlehem sieht eher kurvig aus. Ihre Geschichte liest sich wie ein Krimi, mit Umwegen, Intrigen und dennoch einem guten Ende. Deswegen lasst uns mal in die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland abtauchen und schauen, ob sie uns hilft etwas besser im Advent anzukommen. „Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten!“ Matthäus 2:1-2 SCH2000 Wie geht es dir, wenn du den Abschnitt liest? Ich spüre Verbundenheit, denn auch ich habe die Zeichen in Form von geschmückten Fenstern, Bahnhöfen und Supermarktregalen voll mit Leckereien wahrgenommen. Auch ich wollte meinem König begegnen und ihn anbeten. Aber auch ich stellte mir irgendwann im alltäglichen Chaos die Frage: Wo ist der König? Ich bin, wie die drei Gefährten drauf losgelaufen und ganz woanders gelandet, wo ich eigentlich gar nicht hinwollte. Ich habe mal gehört, dass wenn man auf der Flugstrecke von Deutschland nach Amerika nur ein Grad vom Kurs abweicht, man in einem komplett anderen Land landet. Und das ist schon krass, denn ein Grad ist echt nicht viel. Aber das trügerische ist, dass je größer die Entfernung ist, desto größer die Abweichung. Deswegen möchte ich dir und mir an dieser Stelle mal eine Frage stellen. Ich gebe es zu, das es nicht die bequemste Frage ist. Und ich möchte wirklich nicht, dass du diese jetzt mit dem vom mir erhobenen Zeigefinger und bösem Blick liest. Du musst deine Antwort auch niemanden verraten. Aber sie ist wichtig. Denn, wenn wir uns nun auf den Weg machen wollen und bei Jesus ankommen wollen, dann bedarf es als Erstes eine Standortbestimmung. Denn sonst landen wir überall nur nicht an unserm Wunschziel. Also hier meine Frage an dich und mich: Wie nah bist du gerade an Jesus dran? Und ich möchte ehrlich zu dir sein, mein Kopf ist in den letzten Monaten mit vielem gefüllt gewesen. Durch schwierige Umstände in meiner Familie und dem Versuch alles trotz geänderter Umstände unter einen Hut zu bekommen, war ich nicht so nah an Jesus dran, wie es gerne gewollt hätte oder gebraucht habe. Rückblickend erinnere…
