Ankommen in einer neuen Realität
Dieses Bild ist nicht perfekt, das Weiß der Schuhe ist überbelichtet und überhaupt widerspricht es meinen Wunsch nach ästhetischen Design. Vermutlich werde ich mich sogar ein wenig ärgern es in meinen Feed hochzuladen, denn es (zer-)stört das Design.
Aber was dieses Bild ausdrückt, mag ich sehr.
Ich stehe mit dickem Mantel und nackten Knöcheln im trüben Norddeutschland. Und realisiere: Der Herbst ist da. Die dicke Jacke hab ich auch nur an, weil sie seit vergangenen Winter im Flur hing und greifbar war und mich gerade fröstelte als ich das Haus verlassen wollte.
Mein Gehirn formt den Gedanken: Willkommen in einer neuen Realität. Und ich denke mir: hat mich eigentlich jemand gefragt, ob ich in dieser neuen Realität eintauchen möchte? Nein, der Herbst hat nicht um Eintritt gebeten und auch andere Bereiche meines Lebens ändern sich, ohne um Erlaubnis zu fragen … Willkommen im Leben.
Auch wenn Routinen mich langfristig langweilen, mag ich große Veränderung nicht wirklich. Aber ab und zu schubst das Leben uns und wir landen in einer neuen Realität. Manchmal ist die Realität strahlend schön wie der Sommer und die Ankunft leicht. Manchmal ist sie trostlos und grau wie der Herbst und man steht falsch gekleidet da und das Ankommen fällt schwer.
Auch wenn mein Gehirn sich etwas bockig verhält und sich weigert anzukommen, so bin ich dankbar. Dankbar nicht alleine in dieser neuen Realität zu sein und Menschen an meiner Seite zu haben – sie helfen anzukommen. Aber auch dankbar für meinen Glauben und meine Gottesbeziehung. Diese ist genau wie jede andere Beziehung in guten und schlechten Zeiten gereift. Und gibt mir Sicherheit. Und so höre ich leise dein Versprechen: Sorge dich nicht um morgen, denn ich bin mit dir.
Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage. Mätthäus 6,34 SCH2000
„Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.“ Jesaja 43:1-2 SCH2000
