Türchen Nummer 9

Einen Spaziergang mit Gott machen

Da die Adventszeit ebenfalls das Ende eines Jahres einläutet, ist es ebenfalls eine Zeit des Reflektierens. Als ich im Sommer in Norwegen auf einem Retreat war, da lud uns der Leiter am Tag vor unserer Abreise ein, doch einmal zu überlegen, was wir in Norwegen lassen wollen. Wir sollten am Anfang eines Spaziergangs ein Symbol für diese Sache sammeln und sie während eines Spaziergangs ganz bewusst in der Hand halten und die Eigenschaften des gewählten Objekts wahrnehmen. Dieses Objekt konnte ein Stein, ein Zweig oder irgendein anderer Gegenstand aus der Natur sein, bei der Wahl sollten wir uns einfach vom Heiligen Geist leiten lassen. Diesen Gegenstand sollten wir dann an einem gewählten Zielort ablegen. Leider konnte ich diesen Spaziergang aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen, aber die Idee ist mir in Gedanken geblieben und ich habe mir vorgenommen es jetzt in der Adventszeit zum Jahresabschluss umzusetzen. Dieses Jahr hat mich wirklich herausgefordert und am liebsten würde ich das ganze Jahr ablegen und ein neues haben.

Aber wenn mich die Veränderungen der letzten Jahre etwas gelehrt haben, dann dass die Alles-oder-Nichts-Mentalität nicht langfristig ist. Deswegen möchte ich ganz bewusst überlegen, was für mich einen wirklichen Unterschied macht und diese eine Sache bei Gott lassen. Und ich glaube, dass diese Art der Zeichenhandlung hilfreich ist, um damit abzuschließen. Denn wenn ich diese Sache einfach nur so Gott nenne, dann habe ich sie im Trubel schnell vergessen. So schaffe ich einen Moment, an den ich mich besser im Alltagstrubel erinnern kann.

Ein Wort zur Ortswahl. Der Ort ist im Prinzip völlig egal. Wenn es um das Thema Veränderung und loslassen geht, dann glauben wir häufig nämlich den Trugschluss, dass wir dafür einen bestimmten Ort bräuchten. Ich habe jahrelang selbst das Gefühl gehabt, dass wenn ich nur zu einer bestimmten Veranstaltung gehe, dann verändert mich das wirklich. Aber wenn wir in zwei Jahren Corona etwas gelernt haben, dann dass die Freiheit nicht beständig ist. Falls du diese Art von Gedanken kennst und sie dich sogar hindern wollen, dann möchte ich dich besonders ermutigen der heutigen Übung eine Chance zu geben. Denn es ist Gott, der Veränderung bringt. Und Dank Jesus haben wir immer Zugang zu ihm und das ortsunabhängig.

So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!
Hebräer 4:16 

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