Reflektion 2021
Was ich aus meinen Zielen gelernt habe.
Neues Jahr, neues Glück...
Ich weiß noch, wie ich fast genau vor einem Jahr viel mit einer Freundin über das Thema Ziele und Gute Vorsätze gesprochen habe. Und nachdem wir ein Jahr voller Lockdowns hinter uns gehabt hatten, fühlte es sich nochverheißungsvoller an als sonst. Endlich ein neues Jahr, in dem alles besser wird.
Reflektions- und Zielsetzungsmarathon
Und so reflektierte ich 2020 und entwickelte Strategien für 2021. Und egal ob es ein Vers des Jahres, das Visionboard oder sonstige smarte Ziele waren, ich legte diese fest und füllte viele Seiten meines Bullet-Journal damit. Kurz gesagt 2021 wollte ich alles erreichen. In allen Lebensbereichen wollte ich besser werden und endlich meine Berufung vollkommen ergreifen.
Neues Jahr, neues Glück...
Ich weiß noch, wie ich fast genau vor einem Jahr viel mit einer Freundin über das Thema Ziele und Gute Vorsätze gesprochen habe. Und nachdem wir ein Jahr voller Lockdowns hinter uns gehabt hatten, fühlte es sich nochverheißungsvoller an als sonst. Endlich ein neues Jahr, in dem alles besser wird.
Neues Jahr, neues Glück...
Ich weiß noch, wie ich fast genau vor einem Jahr viel mit einer Freundin über das Thema Ziele und Gute Vorsätze gesprochen habe. Und nachdem wir ein Jahr voller Lockdowns hinter uns gehabt hatten, fühlte es sich nochverheißungsvoller an als sonst. Endlich ein neues Jahr, in dem alles besser wird.
Reflektions- und Zielsetzungsmarathon
Und so reflektierte ich 2020 und entwickelte Strategien für 2021. Und egal ob es ein Vers des Jahres, das Visionboard oder sonstige smarte Ziele waren, ich legte diese fest und füllte viele Seiten meines Bullet-Journal damit. Kurz gesagt 2021 wollte ich alles erreichen. In allen Lebensbereichen wollte ich besser werden und endlich meine Berufung vollkommen ergreifen.
Na ja, und was soll ich sagen, das Jahr kam anders als gedacht. Und nun, 365 Tage später, in denen ich alles hätte erreichen können und alles möglich gewesen wäre, ist vieles noch beim Alten. Und so möchte sich die Enttäuschung in mir breitmachen. Aber anstatt enttäuscht zu schmollen, habe ich mich auf die Suche gemacht. Und in den vergangenen Tagen habe ich durch die Tipps aus einem YouTube Video einige Dinge erkannt. Sozusagen sind mir einige Fallen aufgefallen, in die ich bei meiner Zielsetzung getappt bin.Ein Großteil der Lösungsansätze sind den Tipps aus dem Video entnommen.
Erkenntnis Nr. 1: Es waren nicht meine Ziele!
Viele von den Sachen, die ich mir vorgenommen habe, sind Dinge gewesen, die aus einem Vergleich heraus entstanden bin. Überall in meinem Leben kann ich mich vergleichen und tagtäglich gibt es Vergleiche, in denen ich nicht gut abschneide. Also habe ich mich von der beschwingten Stimmung mitreisen lassen und wollte auch das, was die anderen hatten. Aber wenn ich mir nun ein Großteil dieser Ziele anschaue, dann sind es ehrlich gesagt Dinge, die zwar gut sind, aber mir nicht so wichtig sind.
Beispiel gefällig?
In einem Video sah ich, wie eine Person sich Ziele in Bezug auf ihre Kreativität setzte. Und hey, klang das gut, das wollte ich auch. Gesagt, getan, in meiner Zielliste stand plötzlich regelmäßiges Bible-Art-Journaling und das Üben von Handlettering. Und ich habe nichts davon in 2021 gemacht.
Lösungsansatz:
Um diesen Fehler nicht mehr zu machen, frage ich mich lieber, welche Bedürfnisse ich wirklich habe und was mir jetzt in diesem Moment wichtig ist.
Erkenntnis Nr. 2: Es waren Ziele, die schnellen Applaus bringen.
Auch wenn ich es gerne anders hätte, so muss ich zugeben, dass mir die Meinung meiner Mitmenschen wichtig ist und ich gerne Zuspruch und Komplimente erhalte. Das Problem ist nur, dass diese Dinge nicht nachhaltig sind. Auch wenn ich Applaus für eine Sache bekomme, ist dieser nur kurz wirksam. Und auch wenn ich tagtäglich Lob für eine Sache bekommen würde, so würde es nach einer Zeit nicht mehr ausreichen. Denn Lob, Zustimmung und Komplimente sind nur kurz wirksam, sie beheben nicht den Mangel, der hinter diesem Bedürfnis steht.
Beispiel gefällig?
Als ich mein Visionboard erstellte, habe ich millionenfach irgendwelche superästhetischen Sportlifestyle-Bilder gesehen, und dann bin ich noch auf den Calisthenics-Trend gestoßen. In meinem Kopf bildete sich die Vorstellung, dass wenn ich das Aussehen einer Fitness-Influencerin hätte, ich auch automatisch erfolgreich und bewundernswert wäre. Und so notierte ich mir „So fit wie nie zuvor in meinem Leben zu sein“ als Ziel. Auch das ist 2021 nichts geworden. Aber um auch mal etwas positives zu erwähnen, ich habe wieder mit dem Radfahren begonnen und das beste ist, dass ich nach einer Eingewöhnung immer weniger Schmerzen dabei habe.
Lösungsansatz:
Deswegen möchte ich mir dieses Jahr nur noch Ziele setzen, die ich auch dann noch erreichen möchte, wenn niemand es mitbekommt.
Erkenntnis Nr. 3: Den Weg nicht als Ziel erkennen.
Ich bin mir nicht sicher, woher es wirklich kommt, aber unsere Welt schätzt den Lernprozess nicht mehr wert. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ab einem bestimmten Alter man alles sofort perfekt können muss. Wir sollen zwar beständig besser werden, aber dürfen den Lernprozess nicht öffentlich machen. Das Ziel ist erwünscht, aber der Weg dahin nicht.
Beispiel gefällig?
Ich wollte diesen Blog eigentlich schon in 2020 veröffentlichen. Und da ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin in der Vergangenheit gemacht habe, war ich der Meinung, dass der Blog gleich superperfekt sein muss. Aber es gibt so vieles, was ich nicht weiß und kann. In Kombination mit meinem perfektionistischen Denken hatte ich immer mehr Respekt den Blog zu launchen. Und hätte ich mich nicht auf eine Challenge eingelassen, wäre der Blog immer noch nicht veröffentlicht.
Lösungsansatz:
Anstatt das Ziel als das Ziel anzustreben, möchte ich den Weg mit allen Höhen und Tiefen wertschätzen.
Erkenntnis Nr. 4: Sofort aufgeben wollen.
Mit dem vorherigen Fehler geht dieser Fehler einher. Denn alles muss perfekt sein. Fehler sind nicht erlaubt und Fehler werden dem Scheitern gleichgestellt. Ich mag es nicht, Fehler zu machen. Schon als ich klein war, waren Dinge, die ich nicht sofort konnte, gleich erledigt. Ich weiß noch, wie ich damals in der Schule nähen lernen sollte. Und mein Herzkissen war am Ende zwar ein Kissen, aber ein Herz mit Ecken und Kanten. Deswegen habe ich beschlossen, dass ich in Handarbeiten nicht begabt bin. Ich hatte einen Fehler gemacht und somit war ich gescheitert.
Beispiel gefällig?
In meiner Vorstellung von dem perfekten Blog-Launch gehörte auch der Start in den sozialen Medien. Ich entschied mich für Instagram. Und wenn ich ehrlich sein darf, hat mich diese Plattform in den letzten Wochen einiges an Nerven gekostet. Und am liebsten würde ich es hinschmeißen. Frei nach dem Motto: Experiment gescheitert – ich bin raus.
Lösungsansatz:
Um in diese Falle nicht mehr zu tappen, muss ich nur einmal mehr probieren als aufgeben. Das ist zwar supereasy geschrieben, aber in der Umsetzung echt hart. Deswegen könnte mir hier auch Lösungsstrategie 3 helfen.
Erkenntnis Nummer 5: Nicht loslassen wollen.
Die vorangegangenen Beispiele zeigen schön, dass mein Jahr anders als erwartet gelaufen ist. Und ja, das frustriert. Aber in dieser Situation habe ich die Wahl, ich kann loslassen und neu beginnen oder mich noch weitere 365 Tage schlecht fühlen, weil ich eine Versagerin bin. Aber stimmt das wirklich? Ja, ich habe versagt, aber ist das meine wahre Identität? Nein! Denn wenn ich dieser Logik folgen würde, dann wäre ich auch eine Bäckerin, weil ich schon mal einen Kuchen gebacken habe oder Malerin, weil ich schon einmal eine Wand gestrichen habe.
Das Einzige, was ich machen kann, ist es, diese Ziele oder besser gesagt Scheinvorstellungen loszulassen. Ich lege diese enttäuschenden und frustrierenden Erfahrungen bei Gott ab und bitte ihn mir zu helfen, meine Neigung, mich zu vergleichen und meinen Perfektionismus zu reduzieren und mich nicht mehr von ihnen leiten zu lassen.
Lösungsansatz:
Stattdessen möchte ich mich von seinem guten Geist leiten lassen. Denn dieser ist es, der mich an das eigentliche Ziel bringen wird – nämlich Gott immer besser kennen und lieben zu lernen.
Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Was ich euch hinterlasse, ist mein Frieden. Ich gebe euch einen Frieden, wie die Welt ihn nicht geben kann. Lasst euch nicht in Verwirrung bringen, habt keine Angst.
Johannes 14,26-27
